Vaginale und klitorale Orgasmen entstehen durch andere Stimulation und fühlen sich für die meisten Frauen sehr unterschiedlich an. Viele beschreiben den einen als kurzen, punktuellen Höhepunkt. Den anderen als eine Woge der Lust, die sich tief im Körper ausbreitet.
Dennoch zeigt die Forschung, dass sie mehr gemeinsam, als du vielleicht denkst.
Deshalb sprechen wir jetzt darüber
- Was ist der wahre Unterschied zwischen vaginalen und klitoralen Orgasmen?
- Welche Mythen ranken sich die verschiedenen Orgasmen der Frauen?
- Wie kannst du lernen, auf beide Wege zu kommen?
Was unterscheidet vaginale und klitorale Höhepunkte?
Der wichtigste Unterschied liegt in der Stimulation: Als klitoral bezeichnet man meist einen Orgasmus, der durch die äußere direkte Stimulation Stimulation des Kitzlers entsteht. Als vaginal bezeichnet man einen Höhepunkt, der durch Stimulation innerhalb der Vagina ausgelöst wird, wie z. B. bei der Penetration.
Die meisten Frauen beschreiben klitorale Orgasmen als relativ plötzliche, punktuelle und intensive Höhepunkte. Oft fühlen sie sich danach überreizt und brauchen eine Pause.
Vaginale Orgasmen bauen sich oft langsam auf und gipfeln in einem intensiven, tiefen und pulsierenden Höhepunkt, der sich länger ausbreitet und nur langsam abflacht. Dadurch können einige Frauen sogar mehrere Höhepunkte hintereinander erleben.
1. Sie entstehen durch unterschiedliche Stimulation
Bei einem klitoralen Orgasmus steht die Berührung deiner äußeren Klitoris im Mittelpunkt. Das kann durch deine Hand, beim Oralsex oder mit einem Vibrator geschehen.

Dabei muss die empfindliche Klitoriseichel nicht direkt berührt werden. Auch Bewegungen über der Klitorisvorhaut oder Druck auf das umliegende Gewebe können angenehm sein.

Von einem vaginalen Orgasmus spricht man dagegen, wenn die Stimulation innerhalb der Scheide zum Höhepunkt führt.

Neben dem G-Punkt und anderen besonders sensiblen Bereichen, kann die Klitors auch hier eine Rolle spiel. Doch dieses Mal nicht ihre äußeren Anteile, sondern ihre „Schenkel“ und Schwellkörper die Vagina umschließen.

Kurz gesagt unterscheiden sich beide Höhepunkte also vor allem durch den Weg, durch den du ihn erreichst.
Aber das ist nicht alles.
Für die meisten Frauen fühlen sie sich auch völlig verschieden an.
2. Sie fühlen sich unterschiedlich an
Frauen, die beide Formen von Orgasmen kennen, beschreiben ihre Gefühle bei diesen Höhepunkten oft sehr verschieden.
Sie beschreiben den klitoralen Orgasmus eher als
- punktuellen,
- relativ plötzlich
- leichter kontrollierbar
Vaginale Orgasmen beschreiben sie eher als
- länger aufbauend
- tiefergehend
- sich ausbreitend
- stärker pulsierend
Aber das sind nur typische Unterschiede, die ich als Sexualberaterin und aus eigener Erfahrung kenne. Es sind keine Gesetzmäßigkeiten, die für jede von uns gelten müssen.
3. Dauer, Verlauf und Empfindlichkeit sind verschieden
Während der klitorale Höhepunkt oft nur relativ kurz anhält und danach wieder schnell verschwindet, hält der vaginale Orgasmus bei vielen Frauen über längere Zeit an.
Nachdem sie klitroal gekommen sind, fühlen sich Frauen auch oft überreizt und empfinden weitere direkte Stimulation als unangenehm.
Nach einem vaginalen Höhepunkt flacht die Lust bei vielen Frauen spürbar langsamer ab. Einige fühlen sich dann so, als wären sie wieder kurz vor dem Orgasmus. Weitere Stimulation bleibt für sie dann oft lustvoll und einige Frauen können deshalb sogar mehrmals hintereinander kommen.
4. Viele Frauen kommen nur klitoral (zumindest bis jetzt)
Studien zeigen, dass etwa 80 % aller Frauen noch nie einen vaginalen Orgasmus erreicht haben, obwohl die meisten klitorale Höhepunkte erleben können (Weeks 1999 S.324).
Das heißt aber nicht, dass vaginale Höhepunkte nur einer kleinen, elitären Minderheit an Frauen vorbehalten wären.
Es ist eher so, dass sich die äußere Klitoris gezielter stimulieren lässt. Und viele Frauen haben über Jahre herausgefunden, welche Berührungen sie dort zum Höhepunkt bringen.
Aber die wenigsten Frauen üben sich selbst in vaginaler Stimulation, weshalb sie damit eher Probleme haben.
Wenn du vaginal kommen möchtest, lohnt sich deshalb ein genauerer Blick auf das Zusammenspiel von Stimulation, Aufmerksamkeit und Erregung. Einfach nur auf die klitorale Berührung zu verzichten, erklärt deinem Körper noch nicht, was stattdessen deine Lust steigert.
Welche Mythen existieren und was ist die Wahrheit?
Es gibt zahlreiche Mythen über die weiblichen Höhepunkte. Einige davon sind schlichtweg falsch. Andere setzen Frauen nur unnötig unter Druck oder nehmen ihnen sogar die Hoffnung auf ein erfüllteres Sexleben.
Deshalb kümmern wir uns jetzt um sie!
Mythos 1: Es gibt keinen Unterschied zwischen den Höhepunkten
Falsch. Obwohl die Klitoris immer beteiligt ist, lassen sich beide Höhepunkte klar voneinander unterschieden, sogar in Untersuchungen des Nervensystems.
Während der klitorale Orgasmus über den Nervus pudendus verläuft, aktivieren vaginale Höhepunkte tieferliegende Nervenbahnen wie den Plexus hypogastricus (vgl. Graumann 2004, S. 318).
Diese Nerven sind so unterschiedlich, dass Frauen mit Querschnittslähmung grundsätzlich keine klitorale Orgasmen erleben können, vaginale Orgasmen hingegen aber schon (vgl. Komisaruk et al 2004).
Mythos 2: Mit dir stimmt etwas nicht, wenn du nur klitoral kommst
Nein, so kann man das nicht sagen.
Erst einmal ist auch ein klitoraler Orgasmus ist ein vollwertiger Orgasmus. Du musst ihn weder überwinden noch durch einen vermeintlich „reiferen“ Höhepunkt ersetzen.
Außerdem geht es den meisten Frauen so wie dir. Soll dass dann heißen, dass mit allen etwas nicht stimmt?
Nein.
Mythos 3: Manche Frauen können anatomisch nicht vaginal kommen
Genau das dachten schon tausende Kundinnen von mir. Wenig später haben sie sich selbst das Gegenteil bewiesen.
Vielleicht hast du schon viel ausprobiert.
Vielleicht spürst du kaum etwas beim Sex.
Vielleicht denkst du, dass du einfach nicht beim Sex kommen kannst.
Mir ging es früher genauso.
Tatsächlich gibt es aber keine anatomischen Unterschiede zwischen Frauen, die beim Sex kommen können und solchen, die es über Jahre nicht schaffen.
In Wirklichkeit liegt es viel öfter daran, dass
- die passende Stimulation fehlt.
- du dich beim Sex nicht fallen lässt
- die emotionale Erregung nicht ausreicht
Bevor du deine Anatomie zur Erklärung machst, lohnt es sich, diese Faktoren genauer anzuschauen.
Daraus entsteht keine Erfolgsgarantie für jede Frau. Es eröffnet dir aber konkrete Möglichkeiten, statt deine bisherige Erfahrung vorschnell als unveränderlich anzusehen.
Wie kannst du klitorale und vaginale Orgasmen erreichen?
Bei beiden Wegen geht es darum, deine Erregung so aufzubauen, dass sie in einen Höhepunkt übergeht.
Welche Stimulation diesen Anstieg auslöst, kann sich jedoch deutlich unterscheiden.
Klitorale Orgasmen erleben
Bei der Stimulation der äußeren Klitoris kannst du gezielt erkunden, welche Berührungen deine Lust steigern.
Achte dafür auf drei Dinge:
1. Die richtige Stelle
Magst du direkte Berührung der Klitoriseichel? Oder fühlt sich eine Bewegung über der Klitorisvorhaut beziehungsweise seitlich daneben besser an?
2. Den passenden Druck
Mehr Druck bedeutet nicht automatisch mehr Lust. Beginne angenehm und steigere die Intensität entsprechend deinem Empfinden. Bei unangenehmer Reibung können Gleitmittel und weniger Druck helfen.
3. Einen verlässlichen Rhythmus
Wenn eine Bewegung deine Erregung steigert, bleib zunächst dabei. Gerade kurz vor dem Orgasmus kann ein plötzlicher Wechsel dazu führen, dass die Erregung wieder abnimmt.
Weitere Anregungen findest du in meiner Anleitung zur Stimulation der Klitoris.
Vaginale Orgasme erreichen
Auch beim vaginalen Orgasmus lohnt es sich, drei Bereiche zusammenzubringen, um endlich vaginal kommen zu können.
1. Körperliche Stimulation, die deine Lust steigert
Finde heraus, welche Bereiche und Bewegungen sich für dich besonders angenehm anfühlen.
Verändere dafür gezielt den Winkel, die Tiefe oder die Bewegung deines Beckens. In einer großen Befragung berichteten Frauen beispielsweise, dass veränderte Beckenpositionen, wiegende Bewegungen und oberflächlichere Penetration ihre Lust steigerten.
Tiefer und schneller ist also keineswegs immer die Antwort.
2. Aufmerksamkeit für dein Empfinden
Es macht einen Unterschied, ob du deine Lust wahrnimmst oder ständig überprüfst, ob du endlich kommst.
„Bin ich schon so weit?“
„Warum dauert das wieder so lange?“
Solche Gedanken lenken deine Aufmerksamkeit auf das Ergebnis. Richte sie stattdessen auf die konkrete Empfindung: Wo wird die Berührung angenehmer? Welche Bewegung steigert deine Erregung? Was möchtest du intensiver spüren?
3. Sexuelle und emotionale Erregung
Eine technisch passende Berührung ist nur ein Teil des Erlebens.
Frage dich auch: Was macht dich überhaupt an? Welche Worte, welche Nähe, welche Fantasie oder welche Dynamik mit deinem Partner steigert deine Lust?
Gib diesen Dingen Raum, statt sofort mit der Penetration zu beginnen und darauf zu hoffen, dass die körperliche Bewegung alles Weitere übernimmt.
Wenn Du also keinen Orgasmus beim Sex hast und lernen möchtest beim Sex zu kommen, dann habe ich eine Anleitung für vaginale Orgasmen für dich.
Noch viel detaillierter ist jedoch mein Bestseller, Der Weg zum Vaginalen Orgasmus (schlag zu solange mein Sonderangebot noch anhält).

Kombiniere beide Formen der Stimulation
Du kannst deine Klitoris auch während der Penetration stimulieren – selbst, durch deinen Partner oder mit einem Toy.
Diese Kombination ist für viele Frauen besonders wirkungsvoll: In einer repräsentativen US-Befragung berichteten rund 70 Prozent, dass zusätzliche klitorale Stimulation die Penetration angenehmer machte oder ihnen häufiger zum Orgasmus verhalf.
So kannst du die vertraute klitorale Erregung mit vaginalen Empfindungen verbinden und herausfinden, wie sich beides gemeinsam anfühlt.
Fazit: Was ist der große Unterschied?
Klitorale und vaginale Orgasmen werden nicht nur durch andere Stimulation ausgelöst, sie äußern sich auch vollkommen anders.
Während der klitorale Orgasmus, intensiv aber kurz ist, bleibt der vaginale Orgasmus minutenlang und viele Frauen empfinden ihn als wesentlich intensiver (Vgl. Brauer/Brauer 2001).
Leider spüren viele Frauen beim Sex nicht so viel und deshalb erleben nur 20-30% vaginale Orgasmen (Weeks 1999 S.324).
Dabei können fast alle Frauen lernen, vaginale Orgasmen zu erleben.
Wie du das in ca. 28 Tagen schaffst, ohne viel üben zu müssen, das zeige ich dir in meinem Bestseller Der Weg zum Vaginalen Orgasmus (jetzt zum Sonderpreis sichern).






